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Geheimnis Bisexualität

“Andy hat echt ein Riesending. Gestern, noch bevor er zur Arbeit mußte, verwöhnte er mich so sehr, dass ich feucht und gierig wurde”, erzählt die 22jährige Jaqueline mir. Die gut aussehende Blondine kennt keine Tabus. Bei Kaffee und Kuchen plaudert sie über weitere Details aus ihrem Intimleben: “Heute schlaf’ ich mit meiner Freundin. Cora habe ich lange nicht gesehen, sie macht zur Zeit ein Praktikum in München, kommt zu Besuch hier hoch nach Darmstadt.” Petra gerät ins Träumen: “Wir werden schmusen, ich werde an ihren Brüsten saugen. Und dann wird sie mich verwöhnen ... Vielleicht kommt Andy auch. Dann können wir einen Dreier machen.” Versonnen schlürft Jaqueline Kaffee. - “Wie wär’s mit uns beiden?”, fragt sie mich, den Reporter.

“Ich muß weiter, habe einen Termin bei einer Celina”, stottere ich überrascht, stürze zum Ausgang. Im Auto kommen mir Zweifel: Vielleicht hätte ich es doch riskieren sollen?

Nasser Dreier in der Dusche

Kennen bisexuelle Frauen keine Hemmungen? Celina lacht: “Ich glaube schon, daß Bi-Frauen Hemmungen haben - vielleicht nur einige weniger, als andere Menschen.”

Celina hat lange, dunkle Haare, empfängt mich im Negligé.

“Ich wusste doch nicht, daß sie eine Viertelstunde nach ihrem Anruf schon in der Tür stehen würden”, entschuldigt sie sich mit einem Augenaufschlag. Ich hatte aus dem Auto heraus angerufen, als ich schon fast in ihrer Straße war.

Kurz nach der Begrüßung steht sie schon wieder vorm Badezimmerspiegel, schminkt sich eilig. “Mein Verlobter kommt um acht”, meint sie, “bis dahin müssen Sie wieder weg sein, er ist ziemlich eifersüchtig.” Ich lege keinen Wert auf seine nähere Bekanntschaft. “Ich habe mühsam gelernt, meine Hemmungen abzustreifen. Mit 15 war ich ein schüchternes, kleines Mädchen. Die Jungens stiegen über mich, hatten ihren Spaß. Und ich fragte mich: Was ist bloß toll am Sex?

Lieber war ich mit meiner besten Freundin zusammen: Kino, Eis essen. Einmal, als sie bei mir im Kinderzimmer übernachtete, ist es dann passiert. Wir waren 18 oder so. Kamen Samstagnacht aus der Disco, waren viel zu erregt, um zu schlafen. Sie schlüpfte zu mir ins Bett. Ein wohliger Schauer lief mir über den Rücken und meine Knospen wurden augenblicklich steif. Da merkte ich, daß ich auch auf Frauen stand. Heute bekenne ich mich offen dazu - und habe mehr Spaß am Leben.”

Celina ist mit dem Schminken fertig. “Nicht, dass sie denken, ich wäre lesbisch. Ich mag beide Geschlechter. Von jedem das beste.” Sie lächelt, zeigt auf die Duschwanne hinter sich: “Letzte Woche hatten wir, also mein Verlobter und meine beste Freundin, mit der ich immer noch zusammen bin, hier einen nassen Dreier durchgezogen. War echt scharf. Wir Frauen haben uns oben an der Duschvorhangstange festgehalten und die Beine gespreizt. Werner und meine Freundin lutschten an meinen Ohrläppchen. Ich fühlte mich wie im siebten Himmel ...”

Am Nachmittag bin ich bei Marleen (29) eingeladen. Am Telefon sagte sie mir: “Meine neue Freundin streichelt mich zärtlich zum Höhepunkt - besser als mein Ex.” Das machte mich neugierig und wir verabredeten uns zum Interview für erotische-geschichten.biz.

“Diese Nummern hasse ich: Ey, ich bin der stärkste, guck’ Dir mein mächtiges Ding an, daß ich Dir jetzt reinramme ...” Die zierliche Marleen redet sich in Rage. “Mein letzter Freund war so drauf. Mit dem habe ich Schluss gemacht. Frauen dagegen sind anders: behutsamer, zärtlicher. Sonja zum Beispiel, meine neue Freundin. Wir haben uns auf der Arbeit kennen gelernt. Ich leite einen Schuhladen in Berlin. Sie kam rein, sagte, sie wäre Handelsreisende von irgendeiner Schuhfabrik aus Polen, zeigte mir Modelle.” Marleen lächelt, steckt sich eine Zigarette an:

“Ihre Kollektion war echt für’n Ar… Aber ihre Augen! Von denen war ich fasziniert. Wir merkten beide, daß zwischen uns was lief. Leider war der Laden so voll, wir konnten uns nicht weiter unterhalten. Abends dachte ich, das hätte eine wunderbare Freundschaft werden können. Was war ich happy, als Sonja am nächsten Morgen vor mir an der Kasse stand. ,Jetzt ist es ruhiger’, meinte sie. Wir plauderten, sie erzählte hinreißend von ihren Mißerfolgen mit der polnischen Kollektion. Beim Mittagessen bot ich ihr einen Job in meinem Laden an - sie sagte zu, gab mir vor Freude einen Kuß. Was fühlte ich mich glücklich. Abends sind wir zu mir. Essen bei Kerzenschein, Sekt. Plötzlich saß sie bei mir auf dem Schoß und küsste mich. Ich wehrte mich nicht. Sie war so zärtlich. Ganz behutsam schob sie ihre Zunge in meinen Mund, erforschte jeden Winkel. Ihre Hände unter meiner Bluse suchten meinen Busen. Ihre Finger waren überall, streichelten mich wunderbar.”

Letzte Station auf meiner Reise zum Thema Bisexualität: Margarete (23) und Tami (20). Sie sagten mir am Telefon: “Mit dem Doppeldildo erleben wir unsere heißesten Nächte.”

“Natürlich lassen wir uns auch fotografieren”, antworten Margarete und Tami auf meine vorsichtige Frage. Noch bevor ich Lampen und Stativ aufgebaut habe, sind die beiden ausgezogen und züngeln lustvoll auf dem Bett, streicheln sich und schauen sich verliebt in die Augen. Die Kamera klickt, das Spiel wird immer wilder. “Ich hoffe, durch die Fotos werden wir endlich richtig entdeckt”, stöhnt Tami.

Die beiden sind Gelegenheitsschauspielerinnen. “Aber über einige Produktionen in Hannover haben wir es noch nicht hinausgebracht”, gesteht Tami selbstkritisch ein. Etwas enttäuscht brechen die beiden Frauen ihr Sexspiel ab, als ich noch einige Fotos von ihnen in Klamotten schießen will.

“Natürlich mögen wir Männer”, plappert Tami, während sie sich ein Catsuit überstreift. “Besonders ihr bestes Stück natürlich.” Endlich sagt auch Margarete etwas. “Sie meint den Schniedel”, verdeutlicht sie mit rauchiger Stimme und fährt fort: “Wenn keiner da ist, tut es auch ein Vibrator ...” - “Oder ein Doppeldildo”, fällt ihr Tami ins Wort. “Wir haben uns vom Versender solch ein Ding schicken lassen. Zuerst war ich ein wenig schockiert. Ein Mordsgerät, bestimmt 50 Zentimeter lang! Aber eines abends, als mein Freund nicht konnte, Margarete da war, da hatten wir plötzlich Lust. Ich packte den Doppeldildo aus. Überall streichelten wir uns damit. Er war so groß ... Irgendwie imponierte mir das - machte mir auch ein wenig Angst. Aber ich war neugierig ...”

Margarete atemlos: “Plötzlich stand Roy, Tamis Freund, in der Tür! Man, waren wir geschockt! Aber er fand die Situation toll, es machte ihn an.”

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Tobias Nolte schrieb obige erotische Geschichte. - Der begeisterte Regatta-Segler ist 47 Jahre alt und schreibt seit seinem 14. Lebensjahr. Zwölf Jahre war er Reporter bei verschiedenen Lokalzeitungen in Deutschland und Dänemark. Nolte lebt heute abwechselnd in Kopenhagen und Amsterdam. Er liebt Bücher. Aber er glaubt, dass die Leser von morgen nicht mehr Papier umblättern, sondern über die Bildschirme ihrer E-Book Reader wischen werden.

Aktuelle Leseempfehlungen von Tobias Nolte:

Tödliches Begehren

Das ist es, warum ich oft lieber lese als Glotze schaue: Autoren erzählen Geschichten, die das TV nie zu senden wagt. Inke Loreen Minden lässt in "Tödliches Begehren" den Reporter Ethan Hunter einen gerissenen Casino-Sicherheitschef Gabriel Norton beschatten. Norton wäscht Geld. Doch bald kommt Norton dem Reporter auf die Schliche und bestraft ihn fürs Spionieren. Und die vermeintliche Story seines Lebens endet für Reporter Hunter in einem Strudel aus Gewalt und Leidenschaft - denn plötzlich ist Liebe zwischen den Männern im Spiel ... Action, Abenteuer, geschmackvolle SM-Szenen, unnachahmlich von Inke Loreen Minden geschildert. Keineswegs nur für schwule Leser! Als Taschenbuch: Tödliches Begehren - Mortal Desire

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