Ausschnitte aus dem Hörbuch "Verführ mich - Erotische Geschichten 1": Klicken und überraschen lassen. Gesprochen werden die Szenen von Lisa Jacobsen und einer Theaterkollegin. Wem gefällt, was er hört, kann sich das Hörbuch direkt herunterladen bei Libri:
Verführische Nächte
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Verführ mich
Die Hamburger Theaterschauspielerin Lisa Jacobsen hat gleich eine ganze Serie von erotischen Hörbüchern aufgenommen. erotische-geschichten.biz Reporter Tom Kunst besuchte die 25-Jährige in ihrer Wohnung in Harvestehude und wollte wissen, wie die hoffnungsvolle Absolventin einer Schauspielschule dazu kommt, erotische Geschichten zu sprechen? Lisa Jacobsen streicht sich eine schwarze Strähne aus der Stirn und schmunzelt: “Ich bin jung und brauche das Geld.” - Guter Gag oder ernsthafte Antwort? Tom Kunst ist unsicher. Ernsthafter fährt Lisa Jacobsen fort: “In unserem Leben dreht sich so viel um Sex, um Beziehungen, um das Geliebt-werden-wollen. Ich fände es geradezu fahrlässig, wenn ich als junge Künstlerin ausschließen würde, solche Geschichten, die uns alle betreffen und zutiefst anrühren, mit den mir zur Verfügung stehenden stimmlichen Mitteln zu gestalten.”
Lisa Jacobsen hat das Schauspiel-Examen mit Prädikat abgeschlossen. “Aber danach wird es schnell schwierig”, gibt sie offen zu. “Man reist mit der Bahn quer durch die Republik und stellt sich bei allen möglichen Theatern vor. Die Theaterchefs bieten neuen Kräften grundsätzlich nur Verträge für eine Spielzeit an und die Konkurrenz ist enorm. Dabei vergisst man schnell, warum man eigentlich diesen Beruf gewählt hat: Ich möchte in Rollen schlüpfen, um Geschichten zu spielen und Erfahrungen, die in den Geschichten stecken, weiter zu geben.”
Aber wieso erotische Hörbücher?
“Das funktioniert doch bei erotischen Geschichten genauso!” Wenn ihr etwas wichtig ist, beugt sich Lisa Jacobsen dem Gesprächspartner entgegen - wie jetzt. “Diese Sexgeschichten, nennen wir es ruhig beim Namen, sind sogar ehrlicher als Mainstream-Romane. Denn sie blenden nicht ab, wenn es dazu kommt, dass zwei Menschen sich lieben. Wir möchten schließlich nicht nur wissen, wie es dazu kam, dass zwei Personen miteinander ins Bett gehen. Wir wollen auch wissen, was sie dann dort machen. Erotische Hörbücher sind wie Sex - nur ungefährlicher, ohne Nebenwirkungen. Man kann sich nicht mit etwas anstecken, man kann sich nicht unglücklich verlieben, es ist Sex in der Fantasie. Okay, der hat Nachteile, aber auch Vorteile ... Ich kann in der Fantasie Sachen ausprobieren, die ich im realen Leben nie machen würde. Mich mit Menschen einlassen, die ich sonst nicht mit der Kneifzange anfassen würde ...” Lisa Jacobsen lacht.
Sie steht auf und holt neuen Kaffee aus der kleinen Küche. Während sie einschenkt, überlegt sie: “Wenn der Sex perfekt funktioniert, wird er aufregend, vielleicht sogar unvergesslich. Bei den erotischen Geschichten, die wir jetzt in Hamburg im Studio aufgenommen haben, gelingt das in den meisten Fällen. Meine Aufgabe ist es, dass entsprechend herüber zu bringen. Ich lasse mich total in die Rolle hinein fallen, ich stöhne, schreie, flüstere. Der Zuhörer soll vergessen, dass es Rollen sind, die ich spiele: Er sitzt auf der Bettkante und ist dabei.”
Das ist gelungen, ohne Zweifel. - Als Tom Kunst dieses sagt, leuchten die Augen von Lisa Jacobsen auf: “Danke für das Kompliment. Es ist nicht mein Verdienst. Die Geschichten wurden vom Verlag sehr gut ausgesucht. Es sind einige der aufregendsten Storys, die ich je gelesen habe. Liebe ist ja eigentlich immer aufregend. Aber wie die Autorinnen hier die Liebe erlebbar machen, ist für mich herausragend. Da wird Männern klar gemacht, worauf es in der Liebe ankommt. Da wird eine Frau geschildert, die sich vor dem Stock ihres Mannes fürchtet - ihn zugleich aber herbei sehnt. Da wird geschildert, wie eine Frau durch ihren Körper Macht ausübt über Männer. Da wird vom Scheitern einer Beziehung erzählt und vom Entstehen einer großen Liebe. - Theater, wie ich es immer spielen wollte.”
Aber es ist kein Theater, es gibt keine Bühne, keine Zuschauer ...
“Aber Zuhörer! Eigentlich sind wir wieder ganz dicht am ursprünglichen Erzählen: Eine Geschichte rauscht durchs Ohr direkt in unsere Phantasie. An jedem Ort, an dem wir es wollen, zu jeder Zeit. Paradiesische Zustände für Menschen, die erzählen - oder etwas erzählt bekommen wollen.”
Charles Lennon aus dem US-Bundesstaat Rhode Island ließ sich vor zehn Jahren ein Penis-Implantat einpflanzen. Seitdem hat er eine Dauererektion. Das Implantat aus Stahl und Plastik entspannt sich nicht mehr. Der 68-Jährige klagte daher vor Gericht. 750.000 Dollar Schadenersatz wurde ihm in der ersten Instanz zugesprochen. Jetzt wurde die Summe auf 400.000 Dollar herab gesetzt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Ergebnis einer Studie des Institute of Sex, London, war jetzt, dass Männern mit tiefer Stimme von Frauen mehr Sex-Appeal zugebilligt wird. Damen wurden verschiedene Aufnahmen von Männerstimmen vorgespielt, anschließend wurden die Vorstellungen der Testhörerinnen protokolliert.
Durchweg bedeuteten tiefere Stimmen größere und behaartere Brustkörbe - zumindest in der Vorstellung der Frauen.
Den Clou brachte eine Anschlussuntersuchung ans Tageslicht. Männer können ihren Audio-Sex-Appeal erhöhen: Indem sie tiefer und ruhiger sprechen.

Mit dem Roman “Lolita” wurde der Autor Vladimir Nabokov über Nacht berühmt. Und berüchtigt. Man glaubte, Nabokov erzähle seine eigene Geschichte: Ein 40-Jähriger liebt eine 12-Jährige. Skandal. In Wahrheit ist Nabokov in seinem ganzen Leben keiner minderjährigen Nymphe nachgejagt. “Das einzige, was ich jage, sind Schmetterlinge”, sagte er. Er spießte Tausende in seinem Leben auf und verwahrte sie in Glaskästen. Aber für die Öffentlichkeit war er nur der Schreiber eines pornografischen Romans. “Lolita” wurde nach Erscheinen gleich verboten: zuerst in den USA, dann in England, dann in Frankreich. Meisterregisseur Stanley Kubrick verfilmte das Werk dennoch, Zuschauer stürmten die Kinos, um die unmögliche Liebe zu sehen. Alle fragten sich: Wer war Lolita? Beruhte die Geschichte auf Wahrheit?
Reporter durchkämmten Amerika auf der Suche nach der echten Lolita. Am Ende seines Lebens gestand Nabokov: Die Geschichte war frei erfunden. Er liebte nur Schmetterlinge. Und sein Geld. Mit “Lolita” war er zum Millionär geworden - und hatte Weltliteratur geschrieben.
Die Abbildung oben zeigt ein “Soldatenbordell”, geschaffen im Jahr 1860 von Constantin Guys: An einem Holztisch lassen sich uniformierte Männer von leicht bekleideten Mädchen becircen. Das Bild war eines der Lieblingswerke von Nigel Nicolson, der als Verleger “Lolita” in England herausbringen wollte - bis ihm Mitglieder seiner Konservativen Partei rieten, das Buch besser nicht zu verlegen.
Neue Folge nächste Woche.
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